Langzeitmanagement des idiopathischen Hustens durch ultraschallgeführte gepulste Radiofrequenzablation des Nervus phrenicus
Der idiopathische Husten, der durch seine Assoziation mit laryngealer Hypersensitivität und chronischen Schmerzsyndromen gekennzeichnet ist, stellt eine erhebliche Herausforderung im klinischen Management dar. Diese Erkrankung wird diagnostiziert, wenn keine identifizierbare Ursache für chronischen Husten nach Standardbehandlungen vorliegt. Patienten, die unter idiopathischem Husten leiden, erfahren häufig eine verminderte Lebensqualität (QOL), Beeinträchtigungen im täglichen Leben und psychische Belastungen wie Depressionen. Angesichts der tiefgreifenden Auswirkungen auf das Leben der Patienten besteht ein dringender Bedarf an innovativen und effektiven Behandlungsstrategien für refraktären chronischen Husten.
Der Nervus phrenicus, der aus den ventralen Ästen der Zervikalnervenwurzeln (C3-5) entspringt, spielt eine entscheidende Rolle bei der Funktion des Zwerchfells. Er versorgt motorisch jede Zwerchfellhälfte und ist somit eine zentrale Struktur in der Atemmechanik. Neuere Fortschritte in der Schmerztherapie haben das Potenzial untersucht, den Nervus phrenicus zu adressieren, um Symptome im Zusammenhang mit idiopathischem Husten zu lindern.
Dieser Artikel präsentiert einen detaillierten Bericht über die Anwendung der ultraschallgeführten gepulsten Radiofrequenz (PRF)-Ablation des Nervus phrenicus zur Behandlung von idiopathischem Husten bei Patienten, die nicht auf konventionelle medikamentöse Therapien angesprochen haben. Der Eingriff wurde bei zwei weiblichen Patienten im Alter von 57 und 55 Jahren durchgeführt, die seit 8 bzw. 20 Jahren an idiopathischem Husten litten. Beide Patienten hatten umfangreiche diagnostische Untersuchungen durchlaufen, einschließlich Bronchoskopie, Ösophagogastroduodenoskopie, Lungenfunktionstests und Röntgenaufnahmen des Brustkorbs, die alle normale Befunde ergaben. Trotz dieser Untersuchungen und anschließender Behandlungen durch die Abteilung für Atemwegsmedizin blieben ihre Symptome unkontrolliert.
Der initiale Ansatz bestand in einer ultraschallgeführten Blockade des Nervus phrenicus (PNB) mit 5 ml 0,4%igem Lidocain. Die erste Patientin, eine 57-jährige Frau mit Morbus Basedow, erlebte eine 50%ige Reduktion der Intensität und Häufigkeit ihres täglichen Hustens nach einer linksseitigen PNB. Eine anschließende rechtsseitige PNB, die vier Tage später durchgeführt wurde, führte zu einer 90%igen Linderung der Symptome. Zur Aufrechterhaltung der Symptomkontrolle wurden die PNBs wöchentlich für zwei Wochen und dann monatlich für sechs Monate verabreicht. Die Patientin berichtete über keine Nebenwirkungen, und es gab keine Veränderungen in der Bildgebung des Brustkorbs oder in den damit verbundenen Laboruntersuchungen. Während der letzten Blockade zeigte die Patientin jedoch krampfartige Aktivitäten, was einen Wechsel zur PRF-Ablation des Nervus phrenicus erforderlich machte.
Der PRF-Eingriff wurde in Rückenlage des Patienten unter aseptischen Bedingungen durchgeführt. Teststimulationen wurden bei 2 Hz und 0,5 mA durchgeführt, gefolgt von PRF bei 42°C für 120 Sekunden, die für drei Zyklen wiederholt wurden. Die Patientin erlebte eine signifikante Linderung der Hustensymptome für sechs Monate, wonach der Eingriff auf der linken Seite mit der gleichen Methode wiederholt wurde. Die zweite Patientin, eine 55-jährige Frau mit einer 20-jährigen Vorgeschichte von chronischem refraktärem Husten, durchlief ein ähnliches Behandlungsschema. Die initiale rechtsseitige PNB reduzierte die Häufigkeit und Dauer ihres Hustens um 50%. Wöchentlich abwechselnde PNBs für einen Monat reduzierten die Intensität und Häufigkeit des täglichen Hustens weiter um 30%. Anschließend wurde eine PRF-Ablation des Nervus phrenicus durchgeführt, was zu einer effektiven Symptomkontrolle bei einer Nachuntersuchung nach drei Monaten führte.
Die zugrunde liegenden Mechanismen von PNB und PRF bei der Behandlung von idiopathischem Husten sind noch nicht vollständig verstanden. Studien haben jedoch einen Zusammenhang zwischen der Aktivität des Nervus phrenicus und dem Hustenreflex nahegelegt. Untersuchungen an narkotisierten Hunden zeigten eine erhöhte Entladungsaktivität des Nervus phrenicus, eine erhöhte Spike-Potential-Amplitude und eine erhöhte Pulsdichte während des Hustenreflexes. Es wird hypothetisiert, dass die PRF-Ablation des Nervus phrenicus die evozierte synaptische Aktivität exzitatorischer C-Fasern als Reaktion auf repetitive, burstartige Stimulation von Aδ-Fasern hemmen könnte, wodurch die Nervengewebsstruktur verändert und die Aktivität des Nervus phrenicus reduziert wird. Diese Reduktion der Nervenaktivität könnte potenziell den idiopathischen Husten lindern, ohne signifikante Komplikationen zu verursachen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die ultraschallgeführte PRF-Ablation des Nervus phrenicus als sichere und effektive Intervention für das Langzeitmanagement des idiopathischen Hustens hervorgeht. Der Eingriff bietet eine signifikante Linderung der Symptome und verbessert die Lebensqualität der Patienten, wie durch die vorgestellten Fallstudien belegt wird. Dennoch sind weitere Untersuchungen erforderlich, um die genauen Mechanismen, die dieser Behandlungsmethode zugrunde liegen, aufzuklären und ihre Anwendung in der klinischen Praxis zu optimieren.
doi.org/10.1097/CM9.0000000000001993