Vergleichende Analyse der DPPHR und PD bei Pankreaskopfkrankheiten

Vergleichende Analyse der duodenumerhaltenden Pankreaskopfresektion und der Pankreatikoduodenektomie bei benignen und niedrigmalignen Erkrankungen des Pankreaskopfes

Xiaoqiang Zhu, Jianhui Yang, Jiajia Wang, Xiaolei Yang, Chang Liu
Abteilung für Allgemeinchirurgie, Erste Affiliierte Krankenhaus der Xinjiang Medizinischen Universität, Ürümqi, Xinjiang, China

Zusammenfassung

Die Behandlung benigner und niedrigmaligner Erkrankungen des Pankreaskopfes steht im Fokus kontroverser Diskussionen, insbesondere hinsichtlich der Wahl zwischen duodenumerhaltender Pankreaskopfresektion (DPPHR) und Pankreatikoduodenektomie (PD). Diese Studie verglich perioperative Komplikationen, Sicherheit und langfristige Lebensqualität beider Verfahren.

Methodik
In dieser retrospektiven Studie an 86 Patienten (29 DPPHR, 57 PD) wurden Daten zu Operationseffizienz, Krankenhausaufenthalt, Kosten sowie Komplikationsraten und Lebensqualität (mittels EORTC QLQ-C30) erhoben. Einschlusskriterien waren Patienten ab 18 Jahren mit histologisch bestätigten benignen oder niedrigmalignen Läsionen. Ausschlusskriterien umfassten fortgeschrittene Malignome oder unvollständige Daten.

Ergebnisse
Die DPPHR-Gruppe zeigte signifikant kürzere Operationszeiten (493,45 ± 155,00 vs. 600,09 ± 140,72 Minuten; p = 0,002), kürzere Hospitalisierungsdauer (24,55 ± 12,24 vs. 31,37 ± 12,38 Tage; p = 0,018) und niedrigere Behandlungskosten (94.300 ± 33.000 vs. 128.200 ± 47.500 CNY; p = 0,001). Postoperative Pankreasinsuffizienz trat bei 6,9% (DPPHR) vs. 36,8% (PD; p = 0,007) auf. Langzeitkomplikationen (≥3 Monate) waren in der DPPHR-Gruppe seltener (34,5% vs. 64,9%; p = 0,007). Die Lebensqualität nach einem Jahr war in allen QLQ-C30-Domänen bei DPPHR-Patienten signifikant besser (p < 0,05).

Schlussfolgerung
DPPHR bietet gegenüber PD klare Vorteile: reduzierte Operationsbelastung, geringere Komplikationsraten, kosteneffektivere Behandlung und verbesserte langfristige Lebensqualität. Bei geeigneter Indikationsstellung sollte DPPHR als Therapie der ersten Wahl für benigne und niedrigmaligne Pankreaskopfpathologien erwogen werden.

Schlüsselwörter
Duodenumerhaltende Pankreaskopfresektion, Pankreatikoduodenektomie, Lebensqualität, Langzeitkomplikationen, Benigne Pankreaserkrankungen

Einleitung

Chirurgische Strategien bei chronischer Pankreatitis oder niedrigmalignen Tumoren des Pankreaskopfes zielen auf Schmerzkontrolle, Organerhalt und Lebensqualität. Während PD als Goldstandard gilt, gewinnt DPPHR aufgrund potenzieller Vorteile wie Vermeidung multiviszeraler Resektion an Bedeutung.

Studiendesign

Die monozentrische Studie (2014–2018) analysierte prospektiv gesammelte Daten retrospektiv. Postoperative Nachsorge umfasste klinische, labortechnische und radiologische Untersuchungen sowie standardisierte Lebensqualitätserhebungen.

Statistische Analyse

Daten wurden mit SPSS 26.0 analysiert (t-Test, Mann-Whitney-U-Test, χ²-Test). Signifikanzniveau: p < 0,05.

Ethische Aspekte

Die Studie erfolgte gemäß Deklaration von Helsinki mit Genehmigung der lokalen Ethikkommission (KY2023091501).

Interessenkonflikte
Keine.

Finanzierung
Nationaler Naturwissenschaftlicher Fonds Chinas (8226040142).

DOI
10.1097/CM9.0000000000000968

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