Prävention und Kontrolle der Coronavirus-Krankheit 2019 in Krankenhäusern der Klasse III A außerhalb von Wuhan

Prävention und Kontrolle der Coronavirus-Krankheit 2019 in Krankenhäusern der Klasse III A außerhalb von Wuhan

Die neuartige Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19) hat die globale Gesundheit erheblich bedroht, wobei medizinisches Personal insbesondere in der frühen Phase des Ausbruchs hohen beruflichen Expositionsrisiken ausgesetzt war. Die Infektion von Gesundheitspersonal beeinträchtigt nicht nur die Funktionsfähigkeit medizinischer Einrichtungen, sondern begünstigt auch die Viruszirkulation innerhalb von Krankenhäusern. Dies unterstreicht die entscheidende Bedeutung robustester Präventions-, Kontroll- und Managementsysteme zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Das Chinesische Medizinische Zentrum der Strategischen Unterstützungskräfte der Volksbefreiungsarmee (im Folgenden „das Zentrum“), ein Krankenhaus der Klasse III A in einer dicht besiedelten Region, implementierte ein hierarchisches und resilientes Managementkonzept, das an verschiedene Phasen der Epidemie angepasst war: die Präepidemiephase, die Latenzphase und die Vollausbruchsphase. Dieser Artikel fasst die Strategien des Zentrums zusammen und bietet wertvolle Erkenntnisse für Allgemeinkrankenhäuser in nicht endemischen Regionen.

Präepidemiephase

Notfallmaßnahmen

Ende Dezember 2019 wurde das Zentrum durch Online-Quellen auf Fälle ungeklärter Pneumonien aufmerksam. Angesichts des potenziellen Schweregrads der Situation wurde eine „Arbeitsgruppe für Informationen zu öffentlichen Gesundheitsnotfällen“ etabliert, um Entwicklungen zu überwachen, regelmäßige Besprechungen durchzuführen und die möglichen Auswirkungen der Bedrohung einzuschätzen. Dieser proaktive Ansatz ermöglichte eine frühzeitige Vorbereitung auf einen möglichen Ausbruch.

Steuerung von Personal-, Material- und Informationsressourcen

Zur Gewährleistung der Einsatzbereitschaft entwickelte das Zentrum einen Notfallplan für Epidemien. Dieser umfasste die Optimierung der Verwaltung medizinischer Ressourcen und die Erweiterung von Beschaffungskanälen, um ausreichende Materialien für Präventions- und Kontrollmaßnahmen zu sichern. Durch die Erhöhung der Versorgung mit essenziellen Gütern sollten potenzielle Engpässe während einer Krise gemindert werden.

Epidemiologische Prävention

Das Zentrum priorisierte Schulungen des Personals zu SARS-ähnlichen Erkrankungen und Laborsicherheitsmanagement. Zudem wurde ein vorläufiger „Notfallmaßnahmenplan (Referenzversion)“ erstellt, um Diagnostik- und Behandlungsprozesse zu standardisieren. Diese Maßnahmen bildeten die Grundlage für eine effektive Reaktion auf die bevorstehende Epidemie.

Latenzphase

Notfallmaßnahmen

Bis Mitte Januar 2020 hatte das Zentrum gemäß dem „Protokoll zur Prävention und Kontrolle der neuartigen Coronavirus-Pneumonie (2. Ausgabe)“ der Nationalen Gesundheitskommission eine Leitungsgruppe für COVID-19-Prävention eingerichtet. Diese koordinierte Büros und Expertenteams zur Erstellung von Richtlinien für Diagnostik, Prävention, Kontrolle und Meldung von COVID-19. Parallel begann das Zentrum mit der Vorbereitung eines medizinischen Einsatzteams für epidemiebetroffene Regionen.

Steuerung von Personal-, Material- und Informationsressourcen

Zur Bewältigung der dynamischen Situation wurden flexible Schichtsysteme für medizinisches Personal eingeführt und Beschaffungsteams zur Sicherstellung präventiver Materialien gebildet. Das Zentrum hortete doppelte Materialreserven und etablierte ein Meldesystem für Fieberpatienten, um Hochrisikopersonen frühzeitig zu identifizieren.

Epidemiologische Prävention

Unter Einhaltung der „Technischen Spezifikationen für Desinfektion in medizinischen Einrichtungen“ wurden standardisierte Desinfektions- und Quarantänemaßnahmen umgesetzt. Regelmäßige Koordinierungstreffen zur COVID-19-Prävention fanden statt, und ein Welink-System ermöglichte Fernkonsultationen, um Face-to-Face-Interaktionen zu reduzieren. Zusätzlich wurden Präventionsmaßnahmen überarbeitet und das Personal erhielt traditionelle chinesische Kräuterdekokte zur Immunstärkung.

Vollausbruchsphase

Notfallmaßnahmen

Ab Ende Januar 2020 identifizierte das Zentrum gemäß Vorgaben der Pekinger Gesundheitskommission Verdachts- und Bestätigungsfälle anhand klinischer Kriterien. Es wurden spezifische Transportwege für Patienten festgelegt sowie Richtlinien für die Behandlung von Standardpatienten, Fieberpatienten und stationären Fällen entwickelt.

Steuerung von Personal-, Material- und Informationsressourcen

Zur Aufrechterhaltung der Routineversorgung wurden Vorab-Terminvereinbarungen für ambulante Patienten eingeführt und strenge Kontrollen für Hospitalisierungen sowie Personenströme implementiert. Die Rezeptdauer für chronisch Kranke wurde von einem auf drei Monate verlängert, und Online-Konsultationen reduzierten nicht dringende Besuche. Trotzdem blieb der Anteil von Notfällen im Vergleich zum Vorjahr unverändert, was auf eine kontinuierliche Basisversorgung hinweist.

Das Zentrum steigerte die Beschaffung von Schutzmaterialien auf das Fünffache des üblichen Niveaus. Bei einem Lagerbestand unter dreitägiger Versorgung wurde die Desinfektion und Wiederverwendung einzelner Materialien initiiert. Zur Vermeidung von Fehlinformationen beauftragte die Leitungsgruppe eine Abteilung mit der zentralisierten, präzisen Kommunikation. In Hochrisikobereichen erfolgte eine Personalrotation zur Prävention von Überlastung.

Epidemiologische Prävention

Stationäre Bereiche wurden neu organisiert, und zwei zusätzliche Isolationsstationen für potenzielle Ausbrüche eingerichtet. Spezielle Prozesse für die Behandlung COVID-19-infizierter Schwangerer und fiebernder Kinder wurden entwickelt, um komplexe Fälle während der Epidemie bewältigen zu können.

Erfahrungszusammenfassung

Etablierung eines resilienten Managementsystems in öffentlichen Krankenhäusern

Der Wissenschaftliche und Technische Beraterstab der WHO für Infektionsgefahren empfiehlt resiliente Gesundheitssysteme zur effektiven Notfallbewältigung. Die Erfahrungen des Zentrums unterstreichen die Bedeutung eines an lokale Gegebenheiten angepassten, hierarchischen Managementsystems. Dieses muss priorisierte Notfallpläne, ausreichende Notfallreserven, rationalisierte Ressourcenverteilung und robustes Infektionsmanagement umfassen.

Ausreichende Notfallreserven

Durch frühzeitige Evaluierung und Vorbereitung sicherte das Zentrum stabile Schutzmaterialien während der COVID-19-Epidemie. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit, ausreichende Vorräte essenzieller Güter vorzuhalten, um Engpässe in Krisen zu vermeiden.

Rationalisierte Ressourcenverteilung

Die Ressourcensteuerung des Zentrums gewährleistete eine zeitnahe Versorgung dringender Fälle. Hochrisikobereiche wie Notaufnahmen, Geburtshilfe, Pädiatrie und Hämodialyse implementierten standardisierte Schutzmaßnahmen bei Aufrechterhaltung der Grundversorgung.

Infektionskrankheitenmanagement

Die zeitnahe Identifikation und standardisierte Behandlung von Infektionskrankheiten bildet die Basis der Epidemienprävention. Schulungs- und Prüfungsprogramme für Kliniker stärkten die Notfallreaktionsfähigkeit.

Technologienutzung für dynamisches Management

Das Zentrum nutzte WeChat und digitale Tools zur Verbesserung des Informationsmanagements. Online-Konsultationen, Web-Büros und WeChat-Arbeitsgruppen reduzierten berufliche Exposition und steigerten die Kommunikationseffizienz. Diese Maßnahmen waren entscheidend für das erfolgreiche Krisenmanagement.

Umfassendes Präventions- und Kontrollsystem

Ein ganzheitliches Präventionssystem mit vollständiger Mitarbeiterbeteiligung ist unerlässlich. Medizinische Einrichtungen müssen resiliente, hierarchische Systeme etablieren, um zielgerichtete Maßnahmen umzusetzen.

Die Erfahrungen des Zentrums bieten wertvolle Lehren für Krankenhäuser in nicht endemischen Regionen. Durch hierarchisches und resilientes Management, ausreichende Notfallreserven und Technologienutzung können Kapazitäten zur effektiven Bekämpfung von Infektionsausbrüchen gestärkt werden.

doi.org/10.1097/CM9.0000000000000912

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