Auswirkung von Katheterablation und LAAC auf linken Vorhof im Vergleich

Auswirkung der kombinierten Katheterablation von Vorhofflimmern und linksaurikulären Appendage-Verschluss auf die linksatriale Struktur im Vergleich zu Einzelverfahren

Vorhofflimmern (AF) ist eine etablierte Ursache für strukturelles Remodeling des linken Vorhofs (LA). Die LA-Sphärizität (LASP), ein neuartiger formbasierter Remodeling-Parameter, wurde als unabhängiger Prädiktor für das Ergebnis der AF-Ablation identifiziert. Die Verbesserung der LA-Struktur, bekannt als LA-Reverse-Remodeling (RR), ist ein entscheidender Faktor im Management von AF. Diese Studie verglich die Auswirkungen der Kombination aus linksaurikulärem Appendage-Verschluss (LAAC) und Katheterablation (CA) von AF mit Einzelverfahren auf das LA-Volumen (LAV) und die LASP.

Methoden
Retrospektiv wurden konsekutive Patienten mit nicht-valvulärem AF zwischen Januar 2017 und Dezember 2020 eingeschlossen. Das Protokoll wurde von der Ethikkommission des Xinhua Hospitals der Shanghai Jiao Tong University School of Medicine genehmigt. Einschlusskriterien: Alter ≥18 Jahre, CHA2DS2-VASc-Score ≥2, symptomatisches AF unter Antiarrhythmika-Versagen mit CA-Indikation sowie LAAC-Indikation (HAS-BLED-Score ≥3, Thromboembolien [TE] trotz oraler Antikoagulation [OAC], Kontraindikationen/Abneigung gegen langfristige OAC). Ausschlusskriterien: schwere Klappenerkrankungen, Hyperthyreose, unvollständige Daten. Gruppen: CA-only, LAAC-only, Kombinationsgruppe; 1:1-Matching mittels Propensity-Score-Matching (PSM).

Präoperative transösophageale Echokardiographie (TEE) zum Ausschluss von LAA-Thromben. LA-Rekonstruktion und Ablation mittels CARTO- oder EnSite-Systemen. Bei paroxysmalem AF Pulmonalvenenisolation, bei persistierendem AF zusätzliche lineare Läsionen. Sinusrhythmus (SR) wurde durch Ablation/Kardioversion wiederhergestellt. In der Kombinationsgruppe erfolgte nach CA die Watchman-Implantation mit sofortiger TEE/Angiographie zur Positionskontrolle.

Nachbeobachtung nach 3, 6 Monaten und halbjährlich. EKG/Holter zur AF-Rezidivdetektion; TEE/CT-Angiographie zur Erfassung von peri-device Leaks (PDL) und Thrombosen. OAC-Strategie bei LAAC-Patienten anhand des Versiegelungsergebnisses angepasst.

Ergebnisse
Eingeschlossen: 252 (kombiniert), 157 (CA-only), 63 (LAAC-only) Patienten. Nach PSM wurden 141 bzw. 52 Paare in den Gruppenkombinationen gebildet. Intraprozeduraler SR bei allen CA-Patienten; erfolgreiche Watchman-Implantation mit 100 %iger Versiegelung. Keine Major-Blutung während des stationären Aufenthalts.

Ein Jahr post-interventionell bestand SR bei 78,2 % (kombiniert) vs. 75,8 % (CA-only). TE-Ereignisse: 4 (kombiniert/CA-only), 1 (LAAC-only); Major-Blutung: 1 pro Gruppe. Keine device-assoziierten Thrombosen oder PDL >5 mm.

LAV sank signifikant in der Kombinations- (128,38 ± 41,37 ml → 111,79 ± 35,17 ml) und CA-only-Gruppe (114,80 ± 43,65 ml → 99,39 ± 38,88 ml), stieg jedoch unter LAAC-only an. LASP nahm in beiden CA-Gruppen zu, nicht jedoch unter LAAC-only. Nach PSM unterschieden sich LAV-Veränderungen zwischen kombiniert/CA-only nicht, jedoch signifikant zwischen kombiniert/LAAC-only (p <0,05). Postprozedurale LASP-Veränderungen unterschieden sich zwischen kombiniert/CA-only, nicht jedoch zwischen kombiniert/LAAC-only.

Die Kombinationstherapie korrelierte positiv mit sphärischem RR (Referenz: CA). Patienten ohne volumetrisches/sphärisches RR zeigten höhere MACE-Raten. Multiple Analysen ergaben: RR war in der Kombinationsgruppe unabhängig mit TE-Ereignissen assoziiert. Präoperative LASP, LAV-Reduktion und LAAC beeinflussten gemeinsam das sphärische RR (49 % Varianzaufklärung). Größere präoperative LASP und stärkere LAV-Reduktion führten zu stärkerer LASP-Abnahme.

Schlussfolgerung
Die Kombination von LAAC und CA beeinflusste die LAV-Verbesserung nach CA nicht, reduzierte jedoch die Ablationsnarbe-bedingte Sphäroidisierung. Im Vergleich zu LAAC-only führte die Kombination zu signifikanter LAV-Reduktion. LAAC begrenzte die Volumenreduktion am LAA-Ostium und erhöhte die LA-Irregularität. Weitere Studien mit größeren Kohorten sind notwendig.

doi.org/10.1097/CM9.0000000000002746

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