Dermoskopische Muster des Dermatofibroms bei 72 chinesischen Patienten

Dermoskopische Muster des Dermatofibroms bei 72 chinesischen Patienten

Das Dermatofibrom, ein häufiger gutartiger Hauttumor, besteht aus fibrohistiozytären Zellen und kann an jeder Körperstelle auftreten, mit einer Präferenz für die Extremitäten bei erwachsenen Patienten. Klinisch präsentieren sich Dermatofibrome als derbe, solitäre oder multiple Papeln, Plaques oder Knoten mit glatter Oberfläche. Die Farbe der Läsionen variiert typischerweise von hellbraun über dunkelbraun, purpurrot bis gelblich. Ein charakteristisches Merkmal ist das „Dellenzeichen“, bei dem seitlicher Druck auf den Tumor zu einer dellenartigen Einziehung der darüberliegenden Haut führt. Die Dermoskopie, ein nicht-invasives Diagnosewerkzeug, wird häufig zur Beurteilung pigmentierter Hauttumoren eingesetzt.

Diese Studie untersuchte die dermoskopischen Muster von Dermatofibromen bei 72 chinesischen Patienten, die zwischen Januar 2018 und April 2019 die dermatologische Ambulanz des Jiangsu Province Hospital aufsuchten. Die Studie wurde durch die Ethikkommission des Krankenhauses genehmigt, und alle Teilnehmer gaben ihre informierte Einwilligung. Klinische Daten wie Alter, Geschlecht, Lokalisation und Merkmale der Läsionen wurden erfasst. Alle Dermatofibrome wurden mit einem DermLite® DL1-Dermoskop (3 Gen Inc.) im Kontaktmodus mit polarisiertem Licht untersucht. Anschließend wurden die Läsionen exzidiert und histopathologisch bestätigt. Die Auswertung der globalen und lokalen dermoskopischen Muster erfolgte nach etablierten Kriterien. Die statistische Analyse wurde mittels Chi-Quadrat-Test durchgeführt (Signifikanzniveau: p < 0,05) unter Verwendung der SPSS-Software (Version 20.0).

Es wurden 82 Dermatofibrome bei 46 Frauen (63,9 %) und 26 Männern (36,1 %) eingeschlossen (Geschlechterverhältnis 1,8:1). Das Alter der Patienten lag zwischen 18 und 71 Jahren (Median: 40 Jahre). Bei Frauen fanden sich mehr Läsionen an den Extremitäten (n = 42; 51,2 %) und am Rumpf (n = 10; 12,2 %) als bei Männern (Extremitäten: n = 19; 23,2 %; Rumpf: n = 11; 13,4 %). Insgesamt traten Dermatofibrome häufiger an den Extremitäten (n = 61; 74,4 %) als am Rumpf (n = 21; 25,6 %) auf. Die häufigste klinische Präsentation waren Papeln (n = 42; 51,2 %).

Die dermoskopischen Muster stimmten mit den von Zaballos et al. beschriebenen Mustern überein. Das häufigste Muster war ein peripheres zartes Pigmentnetzwerk mit zentralem weißem Netzwerk (n = 17; 20,7 %), gefolgt von multiplen weißlichen narbenartigen Arealen (n = 11; 13,4 %), einem homogenen Pigmentnetzwerk (n = 11; 13,4 %) und homogenen Arealen (n = 9; 11,0 %). Seltenere Muster umfassten atypische Strukturen (n = 4; 4,9 %) und rein weißliche narbenartige Areale (n = 2; 2,4 %).

Es bestanden keine signifikanten Zusammenhänge zwischen dermoskopischen Mustern und Alter, Geschlecht oder Lokalisation (p > 0,05). Das Muster „peripheres Pigmentnetzwerk mit zentralem weißem Netzwerk“ war an den Extremitäten (n = 15; 18,3 %) und in allen Altersgruppen dominierend. Geschlechtsspezifisch zeigte sich dieses Muster bei 9,8 % der Männer und 10,9 % der Frauen.

Die Ergebnisse unterstreichen die Variabilität dermoskopischer Muster bei chinesischen Patienten. Die Prävalenz des führenden Musters könnte mit dem bei Chinesen verbreiteten Fitzpatrick-Hautphototyp III zusammenhängen. Frühere Studien, z. B. von Kelati et al., beschrieben zusätzliche Muster wie pigmentierte Ringe um Follikelöffnungen bei dunkelhäutigen Patienten, die von den hier beobachteten Mustern abweichen.

Die Studie betont den Wert der Dermoskopie zur Differenzierung von Dermatofibromen gegenüber anderen pigmentierten Tumoren. Das Fehlen demografieabhängiger Muster legt nahe, dass diese primär durch intrinsische Läsionseigenschaften geprägt werden.

Zusammenfassend liefert diese Arbeit eine detaillierte Analyse dermoskopischer Merkmale des Dermatofibroms in einer chinesischen Kohorte und trägt zur Verbesserung der diagnostischen Genauigkeit bei. Weitere Forschungen sollten populationsübergreifende Vergleiche und histopathologische Korrelationen untersuchen.

doi.org/10.1097/CM9.0000000000000406

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