Epidemiologie der Urtikaria in China: Eine bevölkerungsbasierte Studie

Epidemiologie der Urtikaria in China: Eine bevölkerungsbasierte Studie

Urtikaria, allgemein bekannt als Nesselsucht, ist eine weit verbreitete Hauterkrankung, die durch das plötzliche Auftreten von Quaddeln, oft begleitet von Juckreiz, gekennzeichnet ist. Diese Erkrankung kann die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Trotz ihrer Prävalenz sind groß angelegte epidemiologische Studien zur Urtikaria in China rar. Diese Studie zielte darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem sie die Prävalenz, klinischen Formen und Risikofaktoren der Urtikaria in der chinesischen Bevölkerung untersuchte.

Die Studie wurde in 35 Städten in 31 Provinzen, autonomen Regionen und Gemeinden in China durchgeführt. In jeder Stadt wurden zwei bis drei Gemeinden für die Untersuchung ausgewählt. Die Teilnehmer mussten Fragebögen ausfüllen und sich dermatologischen Untersuchungen unterziehen. Die Studie analysierte die Prävalenz, klinischen Formen und Risikofaktoren der Urtikaria.

Insgesamt wurden 44.875 Fragebögen verteilt, und 41.041 gültige Antworten wurden gesammelt, darunter 17.563 männliche und 23.478 weibliche Teilnehmer. Die Lebenszeitprävalenz der Urtikaria betrug 7,30%, wobei die Prävalenz bei Frauen (8,26%) höher war als bei Männern (6,34%). Die Punktprävalenz, die das Auftreten von Urtikaria innerhalb einer Woche der Studie misst, betrug 0,75%, wiederum höher bei Frauen (0,79%) als bei Männern (0,71%). Begleitendes Angioödem wurde bei 6,16% der Patienten beobachtet.

Erwachsene wiesen eine höhere Prävalenz von Urtikaria auf als Jugendliche und Kinder. Die höchste Prävalenz wurde bei Personen im Alter von 30 bis 39 Jahren (9,01%) beobachtet. Verschiedene Faktoren waren mit einer höheren Prävalenz von Urtikaria verbunden, darunter das Leben in städtischen Gebieten, die Exposition gegenüber Schadstoffen, psychologische Zustände wie Angst und Depression, eine persönliche und familiäre Vorgeschichte von Allergien, Schilddrüsenerkrankungen und Helicobacter-pylori-Infektion. Interessanterweise war Rauchen mit einem verringerten Risiko für Urtikaria korreliert.

Die Studie untersuchte auch die Prävalenz verschiedener Formen der Urtikaria. Akute spontane Urtikaria war die häufigste Form mit einer Prävalenz von 5,95%, gefolgt von chronischer spontaner Urtikaria (1,29%), Kälteurtikaria (0,40%) und Dermographismus (0,37%). Die Gesamtprävalenz der chronischen Urtikaria betrug 1,80%.

Geografische Variationen in der Prävalenz der Urtikaria wurden festgestellt. Die östliche Küstenregion hatte die höchste Lebenszeitprävalenz (10,21%), während die nordwestliche Region die niedrigste (6,40%) aufwies. Die Studie identifizierte auch mehrere Risikofaktoren und Komorbiditäten, die mit Urtikaria verbunden sind. Das Leben in städtischen Gebieten und die Exposition gegenüber Schadstoffen waren signifikante Risikofaktoren. Psychologische Zustände wie Angst und Depression waren ebenfalls mit einer höheren Prävalenz von Urtikaria verbunden. Eine familiäre Vorgeschichte von Allergien war ein weiterer signifikanter Risikofaktor.

Die Studie fand heraus, dass Patienten mit Urtikaria häufiger andere allergische Erkrankungen wie Ekzeme, Asthma, allergische Konjunktivitis, allergische Rhinitis, Nahrungsmittelallergien und Arzneimittelallergien hatten als die Allgemeinbevölkerung. Schilddrüsenerkrankungen und Helicobacter-pylori-Infektionen waren ebenfalls häufiger bei Urtikaria-Patienten.

Eine binäre logistische Regressionsanalyse wurde verwendet, um signifikante Risikofaktoren zu identifizieren. Weibliches Geschlecht, das Leben in städtischen Gebieten, die Exposition gegenüber Schadstoffen, eine familiäre Vorgeschichte von Allergien und das Vorhandensein anderer allergischer Erkrankungen waren alle mit einer höheren Prävalenz von Urtikaria verbunden. Interessanterweise wurde festgestellt, dass Rauchen eine schützende Wirkung gegen Urtikaria hat.

Die Ergebnisse der Studie stimmen mit früheren Forschungen überein, die auf eine höhere Prävalenz von Urtikaria bei Frauen im Vergleich zu Männern hinweisen. Dieser Geschlechtsunterschied kann auf die Beteiligung von Autoimmunität bei Urtikaria zurückgeführt werden, da Frauen im Allgemeinen anfälliger für Autoimmunerkrankungen sind. Die Punktprävalenz der Urtikaria in dieser Studie (0,75%) ähnelt den Ergebnissen aus Studien in Polen (0,70%) und Spanien (0,60%).

Die Prävalenz der chronischen Urtikaria (1,80%) und der chronischen spontanen Urtikaria (1,29%) in dieser Studie ist vergleichbar mit den Ergebnissen aus anderen Ländern. Die Studie fand auch heraus, dass Kälteurtikaria und Dermographismus Prävalenzen von 0,40% bzw. 0,37% aufwiesen, die höher sind als in einigen anderen Studien berichtet.

Das Leben in städtischen Gebieten und die Exposition gegenüber Luftschadstoffen wurden als signifikante Risikofaktoren für Urtikaria identifiziert. Psychologische Zustände wie Angst und Depression wurden ebenfalls mit einer höheren Prävalenz von Urtikaria in Verbindung gebracht. Die Studie bestätigte, dass Patienten mit Urtikaria häufiger andere allergische Erkrankungen haben, was auf einen gemeinsamen zugrunde liegenden Mechanismus hindeutet.

Schilddrüsenerkrankungen wurden als signifikanter Risikofaktor für Urtikaria identifiziert. Dies steht im Einklang mit früheren Forschungen, die auf eine höhere Prävalenz von Schilddrüsenantikörpern bei Patienten mit chronischer Urtikaria hinweisen. Helicobacter-pylori-Infektionen waren ebenfalls mit einer höheren Prävalenz von Urtikaria verbunden, und eine erfolgreiche Behandlung dieser Infektion hat gezeigt, dass sie zur Remission der Urtikaria führt.

Zusammenfassend liefert diese landesweite Umfrage wertvolle Einblicke in die Prävalenz und Risikofaktoren der Urtikaria in China. Die Lebenszeitprävalenz der Urtikaria betrug 7,30%, mit einer Punktprävalenz von 0,75%. Frauen hatten eine höhere Prävalenz von Urtikaria als Männer. Verschiedene Faktoren, darunter das Leben in städtischen Gebieten, die Exposition gegenüber Schadstoffen, psychologische Zustände, eine familiäre Vorgeschichte von Allergien und das Vorhandensein anderer allergischer Erkrankungen, waren mit einer höheren Prävalenz von Urtikaria verbunden. Rauchen hatte eine schützende Wirkung gegen Urtikaria. Die Studie unterstreicht die Bedeutung der Berücksichtigung dieser Faktoren bei der Behandlung und dem Management der Urtikaria.

doi.org/10.1097/CM9.0000000000002172

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