Vergleich der klinischen Merkmale und Ergebnisse der Stentplatzierung bei Atemwegstenosen

Vergleich der klinischen Merkmale und Ergebnisse der Stentplatzierung bei Atemwegstenosen, die durch primäre pulmonale Malignome und durch primäre nicht-pulmonale Malignome verursacht werden

Die maligne zentrale Atemwegsobstruktion (CAO) ist ein schwerwiegender und oft lebensbedrohlicher Zustand, der durch verschiedene Malignome verursacht werden kann, darunter primäre pulmonale Malignome (PPMs) und primäre nicht-pulmonale Malignome (PNPMs). Diese Studie zielte darauf ab, die klinischen Merkmale und Ergebnisse der Stentplatzierung bei Patienten mit Atemwegstenosen, die durch PPMs und PNPMs verursacht wurden, zu vergleichen. Die Forschung wurde über einen Zeitraum von 14 Jahren, von Januar 2004 bis Oktober 2017, in der Abteilung für Atemwegsmedizin des Beijing Tian Tan Hospital der Capital Medical University durchgeführt und umfasste 141 Patienten, die sich einer Micro-Tech-Stentplatzierung unterzogen.

Die Studie teilte die Patienten in zwei Gruppen ein: diejenigen mit PPMs (n=100) und diejenigen mit PNPMs (n=41). Die klinischen Merkmale und Ergebnisse der Stentplatzierung wurden mit statistischen Methoden analysiert, darunter der Chi-Quadrat-Test für kategoriale Variablen und unabhängige oder gepaarte t-Tests für kontinuierliche Variablen.

Klinische Merkmale

Die Studie fand keine signifikanten Unterschiede in Alter, Geschlecht, Behandlungsgeschichte, respiratorischen Symptomen und der Inzidenz von obstruktiver Pneumonie zwischen den beiden Gruppen. Allerdings waren multiple Atemwegsbeteiligungen (63,0 % vs. 31,7 %) und Atelektasen (17,0 % vs. 2,4 %) häufiger in der PPM-Gruppe, während extraluminale Obstruktionen (24,4 % vs. 6,0 %) häufiger in der PNPM-Gruppe auftraten.

Vor der Stentplatzierung zeigten der American Thoracic Society Dyspnea Index (ADI) und der Karnofsky Performance Scale (KPS) keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen. Nach der Stentplatzierung wurde in beiden Gruppen eine zufriedenstellende Rate der Symptomverbesserung erreicht (98,0 % und 100,0 % in der PPM- bzw. PNPM-Gruppe). Die ADI- und KPS-Werte verbesserten sich in jeder Gruppe signifikant, ohne signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen. Komplikationen nach der Stentplatzierung wurden effektiv mit bronchoskopischen Verfahren behandelt.

Ergebnisse der Stentplatzierung

Insgesamt wurden 145 Bare-Stents (117 gerade und 28 Y-förmige) erfolgreich bei allen Patienten eingesetzt, ohne schwerwiegende verfahrensbedingte Komplikationen. Der Anteil der verwendeten Y-förmigen Stents unterschied sich nicht signifikant zwischen den beiden Gruppen. Nach der Stentplatzierung wurde eine sofortige Symptomverbesserung erreicht, ohne signifikanten Unterschied in der Symptomverbesserungsrate zwischen den Gruppen. Die Veränderungen der ADI- und KPS-Werte waren in jeder Gruppe signifikant, was auf eine Verbesserung der respiratorischen Symptome und des Leistungsstatus hinweist.

Komplikationen nach der Stentplatzierung

Frühe Komplikationen, die innerhalb einer Woche nach der Stentplatzierung bewertet wurden, umfassten Mukosanekrose, vermehrte Sekretion, Granulation, Blutung, Migration und Glottisödem. Diese Komplikationen waren im Allgemeinen mild und reversibel, und in den meisten Fällen war kein endoskopischer Eingriff erforderlich.

Eine Langzeitnachbeobachtung (Median, 86,5 Tage) wurde bei 62 Patienten durchgeführt und zeigte späte Komplikationen wie Tumorüberwucherung, Schleimretention, Granulationsbildung, Narbenbildung, Fraktur, Epithelialisierung und Blutung. Bronchoskopische Interventionen, darunter Elektrokauter-Schlinge, CO2-Kryotherapie, Hochfrequenz-Elektromesser, Argon-Plasma-Koagulation und erneute Stentplatzierung, wurden durchgeführt, um diese Komplikationen zu behandeln. Tumorüberwucherung war der häufigste Grund für bronchoskopische Interventionen nach der Stentplatzierung.

Diskussion

PPMs waren die Hauptursache für maligne CAO, die eine Stentplatzierung erforderte, wobei Plattenepithelkarzinome, Adenokarzinome und adenoidzystische Karzinome die häufigsten histologischen Typen waren. PNPMs, die maligne CAO verursachten, stammten oft aus mediastinalen oder extrathorakalen Organen wie der Speiseröhre und der Schilddrüse. Die Studie betonte die Ähnlichkeiten in den respiratorischen Symptomen und Patientenmerkmalen zwischen den beiden Gruppen und hob die Herausforderungen bei der Diagnose von maligner CAO aufgrund der mangelnden Spezifität der Symptome hervor.

Die Studie zeigte, dass die Micro-Tech-Stentplatzierung wirksam ist, um Symptome und den Leistungsstatus bei Patienten mit maligner CAO, die durch PPMs und PNPMs verursacht wird, zu verbessern. Die stentbedingten Komplikationen waren mit bronchoskopischen Interventionen beherrschbar, was die Sicherheit und Wirksamkeit dieses palliativen Behandlungsansatzes unterstreicht.

Schlussfolgerung

Zusammenfassend liefert diese Studie wertvolle Einblicke in die klinischen Merkmale und Ergebnisse der Stentplatzierung bei Patienten mit maligner Atemwegstenose, die durch PPMs und PNPMs verursacht wird. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von maßgeschneiderten Behandlungsstrategien basierend auf dem zugrunde liegenden Malignom und die Wirksamkeit von Micro-Tech-Stents bei der Verbesserung der Patientenoutcomes. Die Studie betont auch die Rolle bronchoskopischer Interventionen bei der Behandlung stentbedingter Komplikationen, um die Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung zu gewährleisten.

doi.org/10.1097/CM9.0000000000000092

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