Wirksamkeit und Sicherheit von Secukinumab bei chinesischen Psoriasis-Patienten

Wirksamkeit und Sicherheit von Secukinumab bei chinesischen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis: Eine Real-Life-Kohortenstudie

Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die etwa 0,47 % der chinesischen Bevölkerung betrifft. In der Pathogenese spielt Interleukin (IL)-17A, ein zentraler Effektorzytokin, eine entscheidende Rolle. Secukinumab, ein IL-17A-Inhibitor, hat in klinischen Studien Wirksamkeit bei der Behandlung mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis gezeigt. Dennoch fehlen umfassende Real-World-Daten zur Effektivität und Sicherheit bei chinesischen Patienten. Diese Studie evaluierte die reale Wirksamkeit und Sicherheit von Secukinumab 150 mg und 300 mg in dieser Population.

Die Studie wurde an der Peking University People’s Hospital durchgeführt und umfasste 106 erwachsene Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis. Die Dosierung (150 mg oder 300 mg) basierte auf Körpergewicht, Krankheitsschwere und ökonomischer Tragfähigkeit. Die Behandlung erfolgte über mindestens 24 Wochen, wobei die Wirksamkeit anhand des Psoriasis Area and Severity Index (PASI) bewertet wurde. Die Sicherheit wurde durch Erfassung unerwünschter Ereignisse (UEs) überwacht.

Von 106 Patienten erhielten 59 (55,7 %) Secukinumab 300 mg und 47 (44,3 %) 150 mg. Die Baseline-Charakteristika zeigten ein mittleres Alter von 39,6 Jahren und eine mittlere Psoriasis-Dauer von 15,7 Jahren. Der mittlere Ausgangs-PASI betrug 17,6. Die 300-mg-Gruppe hatte ein höheres mittleres Körpergewicht (76,93 kg vs. 61,89 kg) und höhere Ausgangs-PASI-Werte (20,12 vs. 14,34) im Vergleich zur 150-mg-Gruppe.

Nach 12 Wochen erreichten 100 %, 97,8 % und 95,7 % der 150-mg-Gruppe PASI 75, 90 bzw. 100. Diese Ansprechraten blieben bis Woche 24 stabil. In der 300-mg-Gruppe lagen die PASI 75-, 90- und 100-Raten bei 93,2 %, 81,4 % bzw. 76,3 % (Woche 12) und 91,5 %, 86,4 % bzw. 79,9 % (Woche 24). Biologika-naive Patienten zeigten ein besseres Ansprechen als vorbehandelte Patienten.

Das Sicherheitsprofil war günstig: 47,2 % der Patienten berichteten mindestens ein UE. Häufigste UEs waren Nasopharyngitis (14,2 %), oberflächliche Hautinfektionen (11,3 %), Urtikaria (8,5 %), Ekzeme (6,6 %) und Atemwegsinfekte (4,7 %). Die meisten UEs waren mild bis moderat. Schwere UEs wie Tuberkulose-Reaktivierung oder Hepatitis-B-Manifestationen traten nicht auf. Fünf Patienten brachen die Therapie aufgrund mangelnder Wirkung, UEs oder finanzieller Gründe ab.

Die Studie demonstriert, dass Secukinumab in beiden Dosierungen rasche und anhaltende Verbesserungen bei chinesischen Patienten induziert. Die hohen PASI-90- und -100-Raten unterstreichen die klinische Relevanz der Therapie. Die 150-mg-Dosis könnte insbesondere für Patienten mit geringerem Gewicht und milderem Schweregrad kosteneffektiv sein. Das bessere Ansprechen Biologika-naiver Patienten unterstreicht die Bedeutung der Therapiegeschichte bei der Auswahl.

Zusammenfassend liefert diese Real-Life-Kohortenstudie wichtige Evidenz zur Anwendung von Secukinumab in China. Beide Dosierungen zeigen hohe Effektivität und ein sicheres Profil. Weitere Studien mit größeren Kohorten und längerer Nachbeobachtung sind erforderlich, um Langzeiteffekte zu validieren.

doi.org/10.1097/CM9.0000000000001510

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